Mehrfamilienhaus in Altötting
Baulücke genützt, viel Raum gewonnen
Rund eine Million Pilger suchen hier Jahr für Jahr Spiritualität, religiöse Gemeinschaft und die Nähe zu Gott – Altötting gilt als einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Europas. Die Kreisstadt im Regierungsbezirk Oberbayern liegt zudem im landschaftlich reizvollen Voralpenland zwischen Inn und Salzach und ist verkehrstechnisch gut angebunden. Ob München, Salzburg, Passau, Burghausen oder Chiemsee – alles schnell erreichbar.
Das stellt die Verwaltung des 13.000 Einwohner zählenden Städtchens vor eine sehr irdische Herausforderung: Sie muss der steigenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht werden. In Altötting will man gerne leben. Weshalb die Verantwortlichen gezielt und ganz pragmatisch damit begonnen haben, unbebaute, jedoch baureife Grundstücke innerorts zu aktivieren. Durchaus mit Erfolg, wie das Beispiel Konventstraße 31 am Rande von Altöttings Zentrum zeigt, wo sechs barrierefreie Eigentumswohnungen entstanden sind.
Zurückgesetzte Balkone
Nicht einsehbar und optimal nach Süden ausgerichtet – für Licht, Luft und Privatsphäre.
Direkter Zugang ins Grüne
EG-Wohnungen mit Terrassen und kleiner Gartenfläche.
Kompaktes Gebäude mit Südausrichtung
Nachverdichtung, Bebauungsplanänderungen, beschleunigte Verfahren: Das klingt schlimm nach Bürokratie, ermöglicht aber neuen Wohnraum. Die regionale „City Bau GmbH“ konnte so in einer 788 Quadratmeter großen Baulücke ein kompaktes und funktionales Mehrfamilienhaus errichten.
Es war kein einfach zu bebauendes Grundstück in einem bestehenden Wohngebiet, das der regionale Bauherr hier vorfand. Weil: ziemlich schmal und langgezogen. Doch dank geschickter Planung entstand Platz für offen geschnittene und großzügig wirkende Zweieinhalb- und Drei-Zimmer-Wohnungen – zwischen 58 und 87 Quadratmeter groß. Hinzu kommen Kellerräume, überdachte Carports, Stellplätze und Grün ums Haus.
Wer auf einem der vier zurückgesetzten und somit nicht einsehbaren Balkone Sonne und frische Luft genießen will, blickt Richtung Süden. Das gilt auch für die Terrassen der beiden Erdgeschosswohnungen mit Gartenanteil. Die Fenster sind zum Teil bodentief und allesamt dreifach verglast. Denn ein wichtiges Kriterium lautete: Das Gebäude soll hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit genügen.
| Bauzeit | 10/23–10/24 |
| Gebäudetyp | Mehrfamilienhaus |
| Einheiten | 6 Wohneinheiten |
| Wohnfläche | 416,24 m² |
| Abmessungen L × B | 27,49 × 8,80 m |
| Grundstücksgröße | 788 m² |
| Konstruktion | monolithischer Ziegel POROTON®-S7® in Stärke 42,5 cm Rollladenkästen POROTON®-ROK® |
| Wärmeschutz | U-Wert Außenwand 0,16 W/(m²K) Fenster 0,71 W/(m²K) |
| Anlagentechnik | Fernwärme mit Übergabestation samt Heizkreisregelung, Lüftungsanlage (RVEinheit 1 (ZuAbLS)) |
| Energetischer Standard | KfW-Effizienzhaus-Standard 40 |
| Besonderheit | Kluge Architektur auf engstem Raum |
| Bauherr | CITY BAU GmbH, Neuötting |
| Architektur | Dipl. Ing. Heinz Eberherr, Neuötting |
| Tragwerksplanung | Dipl. Ing. Gebhard Winterer, Taubenbach |
| Bauunternehmen | Ecklkofer Bau GmbH, Neuötting |
Schlagmann POROTON®-S7®
in Wandstärke 42,5 cm
Wände aus massiven Ziegeln
Entsprechend erfolgte die Auswahl der Baustoffe, um den KfW-Standard 40 zu erreichen. Das Mauerwerk besteht aus Ziegeln der Firma Schlagmann, dem POROTON®-S7® in der beachtlichen Wandstärke 42,5 Zentimetern, speziell entwickelt für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Er ist mit dem natürlichen Dämmstoff Perlit gefüllt, einem vulkanischen Glasgestein, das beim Aufblähen hervorragende Wärmedämmeigenschaften entwickelt. Weiterer Vorteil: Poroton-Ziegel stehen für guten Schallschutz, sind äußerst stabil, langlebig und sorgen für ein gesundes Raumklima, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.
Mit dem Einbau von Schlagmann POROTON®-ROK-Rollladenkästen wurde zusätzlich darauf geachtet, dass keine Wärme verloren geht. Das Mehrfamilienhaus ist ans Altöttinger Fernwärmenetz angeschlossen, das hauptsächlich aus regionalen, erneuerbaren Energien gespeist wird. Somit sind die Bewohner in der Konventstraße 31 unabhängig von Gas und Öl. Und können sich über niedrige Energiekosten freuen.
Zu Fuß zum Einkaufen und ins Zentrum
Im direkten Umfeld des ruhig gelegenen Wohngebiets findet die Menschen alles, was man so braucht – vom Supermarkt über den Bäcker, die Bushaltestelle, den Kindergarten oder die Schulen. Ins Zentrum kommt man locker zu Fuß. Der Kapellplatz, spiritueller und historischer Mittelpunkt der Kreisstadt, liegt nur knapp 700 Meter entfernt. Hier steht die berühmte Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna – die geschnitzten Marienfigur, die seit einem halben Jahrtausend Gläubige aus aller Welt nach Altötting zieht.
Copyright: Schlagmann Poroton, CITY BAU GmbH