Tipp aus der Bauberatung, heute von Bernd Thalmayer
Neues zum sommerlichen Wärmeschutz
18.08.2026
Angesichts der klimatischen Entwicklungen, die wir in diesem Sommer zu spüren bekommen, wird deutlich, dass Wärmeschutz längst kein Nischenthema mehr ist. Damit Gebäude energieeffizient und für ihre Nutzerinnen und Nutzer komfortabel sind, ist eine frühzeitige und sorgfältige Planung notwendig, die Sonnenschutz und Lüftung ebenso berücksichtigt wie die richtige Bauweise. Das fordert auch der Gesetzgeber: Die Betrachtung des sommerlichen Wärmeschutzes ist für alle Neubauten verpflichtend. Auch in die Bewertung für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) fließt der Wärmeschutz ein und ist somit eine Voraussetzung für eine entsprechende Förderung.
Neues Gesetz und neue DIN
Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das vor wenigen Wochen das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst hat, wurde auch die DIN 4108-2 weiterentwickelt. Die darin definierten Mindestanforderungen an sommerlichen Wärmeschutz sind allerdings erst vom 1. Januar 2027 an verbindlich einzuhalten. Eine der Neuerungen ist, dass die verschiedenen Systeme für Sonnenschutzvorrichtungen jetzt wesentlich differenzierter als bisher in die Bewertung einfließen. Das Grundprinzip lautet jedoch unverändert: den Energieeintrag in ein Gebäude durch bauliche und planerische Maßnahmen so gut wie möglich begrenzen.
Räume einzeln berechnen
Der Nachweis erfolgt entweder über das Sonneneintragskennwertverfahren oder über eine thermische Gebäudesimulation. Letztere ist wesentlich detaillierter und bietet damit auch mehr planerische Gestaltungsmöglichkeiten. Weil sie aber auch recht aufwändig ist, kommt sie bei normalen Ein- oder Zweifamilienhäusern selten zur Anwendung. Unabhängig von der Nachweismethode ist für einen wirksamen sommerlichen Wärmeschutz stets das Zusammenspiel verschiedener Faktoren maßgeblich. Zu ihnen gehören Fenstergröße und
Massivbau wirkt ausgleichend
Eine besondere Bedeutung kommt der Bauweise zu. Massive Konstruktionen der Außen- und Innenwände führen zu einer hohen thermischen Speichermasse, die Wärme über den Tag aufnimmt und zeitverzögert wieder abgibt. Dadurch werden Temperaturspitzen abgefedert und das Raumklima bleibt auch bei hohen Außentemperaturen stabil. Außerdem profitieren die Bewohner gleichzeitig auch noch von einem besseren Schall-, Brand- und Feuchteschutz als bei Leichtbauweisen. Das gilt auch für den natürlichen Baustoff Lehm in seiner ungebrannten Form. Mit dem Lehmbloc®-Sortiment (mehr erfahren) ergänzt Schlagmann moderne Konzepte um ein Material, das für energieeffizientes Bauen steht und dank seiner hohen Wärmespeicherfähigkeit und feuchteregulierenden Eigenschaften in besonderer Weise zu einem ausgeglichenen Raumklima beiträgt.
Wärmeschutz ohne Kompromisse
Für den Massivbau mit Ziegeln hält Schlagmann abgestimmte Komponenten für einen sommerlichen Wärmeschutz ohne Kompromisse bereit. Dazu gehören die Ziegel-Einbaukästen für Rollläden oder Raffstoren und das Aireco®-Lüftungssystem (mehr erfahren). Mit dem einstellbaren Sommer-Modus sorgt diese dezentrale und modular aufgebaute Lüftung dafür, dass Innen- und Außentemperatur sowie Luftfeuchte automatisch abgeglichen werden und der Luftaustausch die nächtliche Kühle optimal nutzt. Eine massive Bauweise, kombiniert mit wirksamem Sonnenschutz und intelligenter Lüftung, ermöglicht komfortable Innentemperaturen auch bei Sommerhitze und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf für Kühlung.
Zum vollständigen Webinar mit Details zu Nachweisen und Praxistipps in der Schlagmann-Mediathek.