Tipp aus der Bauberatung, heute von Robert Hummel und Michael Graf
Rundungen, Bögen und Gewölbe mauern – elegant, modern und bezahlbar
23.03.2026
Brückendurchlässe, geschwungene Treppenbauten, Gewölbekeller, Türme, Laubengänge oder Stadttore: Der historische Baubestand zeichnet sich häufig durch runde Formen aus, die oft viele Jahrhunderte überdauern und großen Anteil an der ästhetischen Wirkung alter Gebäude haben. Neben Natursteinen kamen dabei schon früh auch keramische Ziegel zum Einsatz. Michael Graf und sein Sohn Stefan beweisen mit ihrer Baufirma in Velburg, dass sich die dafür notwendigen handwerklichen Fertigkeiten der traditionellen Handwerkskunst bestens mit Anforderungen an moderne Neubauten vereinbaren lassen.
Sanieren und Schönes neu bauen
Schon seine erste Baustelle als frisch gebackener Meister begründete bei Michael Graf die Leidenschaft für runde Formen. Die Restauration eines alten Gutshofs erforderte, dass er sich mit den Besonderheiten beim Bau von Gewölbedecken beschäftigte. Seit nunmehr 35 Jahren begeistert er sich für Rundungen an Gebäuden und stellt heute mehrere Gewölbe im Jahr her. Eines seiner Meisterwerke ist der Neubau einer Brauerei im Fränkischen mit einem mehrdimensionalen Gewölbe. Nicht nur dort stellte er unter Beweis, dass eine ansprechende Gestaltung auch wirtschaftlich darstellbar ist. „Etwas Schönes bezahlbar bauen und Spaß haben an der Handarbeit“ ist sein Motto. Für seine Maurerkunst verwendet er Schlagmann-Ziegel. Nach seiner Erfahrung sind für alle Anforderungen die passenden Steine bei Schlagmann im Sortiment.
Holzschalung und geschmeidiger Mörtel
Die Verwendung von geeigneten Standard-Baustoffen ist ein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit. Keramische Ziegel bringen dafür beste Voraussetzungen mit. Formen, Größen und Material lassen sich ohne großen technischen Aufwand anpassen. Für Gewölbe wird die exakt geplante Form zunächst als Holzschalung ausgeführt. So ist eine individuelle Gestaltung möglich. An Ort und Stelle wird dann mit herkömmlichen Ziegeln hoher Festigkeit auf diese Schalung gemauert. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Mauermörtel zu, der geschmeidig und lange verarbeitbar sein soll.
Auf dem fertig gemauerten Gewölbe kann dann aufgemörtelt oder ausbetoniert werden. Natürliche Baustoffe wie Kalkputz oder Kalkmörtel passen baubiologisch und optisch gut zu Gewölben. Auf einen Putz kann gerade im Innenbereich aber auch verzichtet werden, damit das Mauerwerk optisch zur Geltung kommt.
Vom kleinen Haus bis zur Wohnanlage
Auch runde Fenster- oder Türlaibungen sind mit dem Baustoff Ziegel einfach herzustellen. Die Ziegel werden entweder per Bandsäge vorgefertigt oder nach dem Mauern vor Ort rund geschnitten. Für die Weiterverarbeitung zum tragfähigen Putzgrund kann dann zum Beispiel ein Armierungsgewebe verwendet werden. Sämtliche Radien, je nach Situation auch durch Einsetzen von Zwickeln, können mit Mauerwerk schnell und wirtschaftlich hergestellt werden.
Ob Einfamilienhaus oder Wohnanlage: Runde Elemente wie Balkone oder Fassaden werten das Objekt deutlich auf. Die Schlagmann-Bauberatung verfügt über umfangreiche Erfahrung mit solchen Bauformen und steht für Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung.
Keine Probleme mit der Statik
Wie bei allen Neubauten wird auch bei Gewölben oder anderen runden Formen ein Statiker zu Rate gezogen. Eine besondere statische Herausforderung stellen Gewölbedecken aber nicht dar. Generell sind flachere Bögen statisch belastbarer als hohe. Die seitlichen Schubkräfte sind bei Gewölben aber allgemein nicht sehr hoch und können in aller Regel von Standard-Wandkonstruktionen problemlos aufgenommen werden.
Das komplette Webinar mit vielen anschaulichen Beispielen gibt es im Video der Schlagmann-Mediathek.