Tipp aus der Bauberatung, heute von Bernd Thalmayer
Sommerlicher Wärmeschutz – wichtiger denn je
19.08.2025
Heute gebaute Häuser werden Zeiten erleben, in denen die Durchschnitts- und Spitzentemperaturen um einiges höher sein werden als derzeit. Es gibt also gute Gründe, weshalb der sommerliche Wärmeschutz eine Pflichtaufgabe für alle Neubauten ist, die unter das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fallen. Diese Pflicht gilt bereits für den Fall, dass ein entsprechendes Gebäude um mehr als 50 Quadratmeter erweitert wird.
Thermische Behaglichkeit zählt
Die Ziele dafür sind klar definiert. Der Schutz der Nutzerinnen und Nutzer steht an erster Stelle. Ihnen soll eine „thermische Behaglichkeit“ zuteil werden, heißt es in den einschlägigen Regelwerken. Diese soll allerdings nach Möglichkeit ohne energie- und kostenintensive Klimatisierungstechnik erreicht werden. Ein Weg hierzu ist, den Energieeintrag über Fensterflächen zu begrenzen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Versorgung mit Tageslicht nicht vernachlässigt wird.
Für die zugrunde liegende Berechnung gibt es mehrere Verfahren. Unabhängig vom gewählten Weg auf jeden Fall einzuhalten, sind die Mindestanforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz, die in der DIN 4108-2:2013-02 im Abschnitt 8 definiert sind. Erbracht werden muss der Nachweis für den thermisch kritischsten Raum in einem Gebäude. Der Wärmeschutz-Nachweis fließt auch in die Nachhaltigkeitskriterien ein, die für bestimmte Fördermittel zu erfüllen sind.
Vorteil für Massivbauweise
Nicht in allen Fällen genügt die Reduzierung des Fensterflächenanteils oder der Einbau von Fenstern mit Sonnenschutzverglasung. Gerade in Regionen, die als „sommerheiß“ eingestuft sind, ist der vorgeschriebene sommerliche Wärmeschutz in einer leichten Bauweise auf diesem Weg nur schwer zu erreichen. Wesentlich besser schneiden Gebäude ab, die zum Beispiel mit Ziegeln oder ungebrannten Lehmbloc®-Steinen (zum Produkt) von Schlagmann in Massivbauweise errichtet werden. Solche Bauteile sind in der Lage, Wärme zu speichern und erst in der kühleren Tageszeit während der Lüftungsphase wieder abzugeben.
Hoher Luftaustausch hilft
Sinnvoll ist außerdem, einen möglichst großen Luftaustausch in kurzer Zeit zu ermöglichen. Das gelingt mit dem Aireco®-Lüftungssystem (zum Produkt) von Schlagmann. Zusammen mit den Rollläden oder Raffstoren, in deren Gehäuse die Ventilatoreinheit integriert ist, ergibt sich ein stimmiges und komfortables Hitzeschutz-Paket, mit dem sich die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz ebenso problemlos erfüllen lassen wie kosten- und klimaschonende Energierückgewinnung über integrierte Wärmetauscher in den Wintermonaten.
Wärmeschutz früh mitplanen
Weil der bauliche Wärmeschutz Auswirkungen auf gestalterische Themen wie Fenstergrößen hat, aber eben auch auf ein Lüftungskonzept und damit auch auf den Schallschutz für ein Gebäude, sollten die entsprechenden Berechnungen möglichst frühzeitig in den Planungsprozess einfließen. Die Schlagmann-Bauberater stehen bei diesbezüglichen Fragen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
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