Schlagmann Poroton - Klimaneutrale Produktion

POROTON®-T7® – Der klimaneutrale Ziegel

Schlagmann Poroton ist der führende Mauerziegelanbieter Süddeutschlands. Wir wollen als Marktführer mit unseren 377 Mitarbeitern an fünf Standorten vorausgehen und ein Zeichen für Umwelt- und Artenschutz setzen. Deshalb haben wir im Rahmen unserer „Schlagmann-Klimaschutzstrategie 2020“ eine Vorreiterrolle in der Branche übernommen. Durch das deutschlandweit einzigartige „Forschungszentrum Ziegel“ in Zeilarn haben wir die Möglichkeit genutzt, mit Experten aus vielen Fachbereichen den Klimaschutz in der Ziegelproduktion aktiv voranzutreiben. Dabei haben wir eine 3-Säulen-Strategie entwickelt:

1. Energie sparen, Emissionen vermeiden
2. Erneuerbare Energien einsetzen – grüner Strom für rote Ziegel
3. Kompensation durch konkrete UNFCCC-Klimaschutzprojekte


Die konsequente Bearbeitung und Umsetzung dieser 3-Säulen-Strategie hat in den letzten Jahren in unserem Unternehmen viel Kraft, viel Energie und vor allem viele Millionen Euro für Umwelt-Investitionen gekostet. Aber wir denken, als Vorreiter der Branche sind wir gefordert, diesen Weg zu gehen und unseren aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
 
klimaneutraler ziegel

Umweltschutz, Klimawandel und Artenschutz gehen uns alle an!
Unsere 3-Säulen-Strategie


Die in der Säule 1 aufgeführten Maßnahmen sind nur einige ausgewählte Beispiele unserer über 100 realisierten Energieeinsparmaßnahmen.

Säule 2 und 3 beschreiben den Einsatz erneuerbarer Energie und die Kompensation der übrig gebliebenen CO2-Menge.

Natürlich werden wir nicht stehen bleiben und auch in Zukunft an unserem „Carbon-Footprint“ aktiv arbeiten. Denn wir alle haben nur diese eine Welt – und diese wollen wir auch für die nächsten Generationen erhalten.
klimaneutraler ziegel
1.  Energie sparen, Emissionen vermeiden
Die Basis für einen klimaneutralen Ziegel ist zuallererst das Einsparen von Energie überall dort, wo es möglich ist, um Emissionen zu vermeiden. Dazu haben wir im Jahr 2012 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt. Das bedeutet, all unsere Energieströme an allen vier Produktionsstandorten werden systematisch erfasst. Im Rahmen des sogenannten PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) werden alle Energieströme permanent kontrolliert und es wird laufend geprüft, ob und wo eventuell weitere Verbesserungen möglich sind.

Dabei sind es nicht nur die großen, Millionen Euro schweren Investitionen der letzten Jahre, wie beispielsweise der neugestaltete Ofen-Trockner-Verbund oder Kraftwärmekopplungen, die wirken. Auch die Vielzahl der kleinen Maßnahmen, von der Beleuchtung in Büros und Produktionsanlagen bis hin zum Austausch von Motoren mit höheren Effizienzklassen, leistet einen wichtigen Beitrag. Ein jährliches, extern überwachtes Audit sichert das hohe Level des Energiemanagementsystems im Rahmen unserer Ziegelproduktion.
klimaneutraler ziegel
 
Der Rauchgasventilator
wurde durch einen direktangetriebenen Ventilator ersetzt, dadurch entfällt der Reibungsverlust der Keilriemen:

- 20 to/a
Die Abwärme
aus dem Rauchgas wird durch einen Luft-Wärmetauscher genutzt:



- 480 to/a
Die Leuchtmittel
wurden von herkömmlichen auf LED-Leuchtmittel umgestellt:



- 37 to/a
Eine Nassluftrückführung
in der Trocknerabluft wurde in der Perlitverfülllinie installiert:


- 307 to/a
Der Wasserdampf
wird mit einem neuen Brüden- und Rauchgas-Wärmetauscher erzeugt:



- 182 to/a
Die Umluftwärme
bei der Perlitverfüllung wird zurückgewonnen:




- 554 to/a
 
2. Erneuerbare Energien einsetzten – grüner Strom für rote Ziegel
Im Rahmen der POROTON®-T7® Klimaneutralität haben wir für die gesamte Produktionsmenge des POROTON®-T7® mit unserem Energieversorger Uniper seit Anfang 2019 einen Vertrag über 1.750 MWh Grünstrom geschlossen, um ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft einzusetzen.

Somit ist sichergestellt, dass die POROTON®-T7®-Produktion komplett mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Auf unseren ehemaligen Ton-Gruben in Zeilarn und Rötz sowie auf vielen unserer Hallendächer produzieren mittlerweile tausende Photovoltaik-Module erneuerbare Energie. Mit der Leistung von drei Megawatt können durch diese Anlagen pro Jahr 1.788.000 kg CO2 vermieden werden.
 
forschungszentrum ziegel
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3. Kompensation durch konkrete UNFCC-Klimaschutzprojekte
Aktiver Klimaschutz ist ein weltweites Thema. Beginnen muss allerdings jeder vor der eigenen Tür. Deshalb haben wir bei Schlagmann Poroton entschieden, die restlichen CO2-Mengen, die trotz aller unter Punkt 1 und 2 laufenden Maßnahmen für die Produktion des POROTON®-T7® anfallen, durch zertifizierte Klimaschutzmaßnahmen in anderen Regionen dieser Welt auszugleichen, also zu kompensieren.

Konkret unterstützen wir ein Windkraftprojekt in Maharashtra/Indien und ein Photovoltaikprojekt in Madhy Pradesh/Indien durch den Kauf von CO2-Gutschriften, die wir zur Kompensation stilllegen. Beide Projekte sind unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) registriert. Denn für das Klima spielt es keine Rolle, wo Treibhausgase entstehen – beziehungsweise wo sie vermieden werden. Kompensationsmaßnahmen wie diese sorgen in Zukunft in vielen Industrienationen der Welt dafür, dass in Entwicklungsländern Projekte entstehen, durch die deutlich weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen.

Zertifiziert wird unsere Kompensationsmaßnahme jedes Jahr durch den TüV Nord, der uns bei erfolgreicher Umsetzung das Siegel Klimaneutraler Ziegel verleiht.
 
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Lehmgruben: Hot-Spots“ der Artenvielfalt

Regionalität und Biodiversität



Durch unseren Rohstoffabbau leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität im Umfeld unserer Ziegeleistandorte. In den offenen kiesig-sandigen und lehmigen Abbauflächen finden wärmeliebende Tierarten sonnendurchflutete Lebensräume. Pionierpflanzen, die nur auf nährstoffarmen Böden gedeihen, siedeln sich rasch an. Unken, Kröten und Laubfrösche finden auf wundersame Weise jede wassergefüllte Fahrspur, die sie als Laichplätze nutzen. Kies- und Sandwände werden von Uferschwalben und Falken als Kinderstuben genutzt, auch Insekten bohren kleine Wohn- und Bruthöhlen in sonnige Steilböschungen. Auf Humushalden werden zur Eingrünung inzwischen verschiedene Blühpflanzenmischungen eingesät, um nicht nur Honigbienen, sondern auch den Wildbienen Nahrung zu bieten.

Bei Rekultivierung und Ausgleichsmaßnahmen wird darauf geachtet, die Biodiversität zu fördern. So werden Teile ehemaliger Waldflächen nach dem Abbau der natürlichen Sukzession überlassen oder als Laubmischwald wieder aufgeforstet. Statt der üblichen Rekultivierung als Ackerland werden Flächen humusfrei gehalten und zur Anlage von Magerrasen vorbereitet. Dabei wird samenhaltiges Mähgut anderer Magerwiesen aufgebracht oder ein spezielles Samengemisch eingesät, um die Entwicklung zur blütenreichen Wiese anzustoßen. Durch regelmäßige Mahd oder Beweidung kann der Artenreichtum, der sich nach einigen Jahren Pflege einstellt, längerfristig erhalten werden.

In unserer vielfach aufgeräumten Agrarlandschaft sind Tagebaue oft „Hot-Spots“ der Biodiversität, da hier viele Arten Lebensraum finden, die früher auf den Kiesbänken und Uferböschungen der heute begradigten Flüsse und Bäche ihr Auskommen hatten. Auch Pflanzen und Tiere, die auf Mischwälder oder auf magere Wiesen angewiesen sind, erhalten durch unsere Gestaltung der abgebauten Flächen wieder Raum zum Leben.



Ein Baum für jedes T7-Haus
Die Öko-Bilanz unserer Ziegel ist schon sehr gut, aber wir wollten noch mehr tun. So entstand die Aktion „Ein Baum für jedes Haus“. Wir haben 1.000 Bäume gespendet, die vom Verein Bergwaldprojekt in seinem Projekt „Bayrischzell 2019“ gepflanzt werden – heimische Sorten wie Tannen, Lärchen, Buchen und Zirben.
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Zwei Freunde des Menschen

Bees and Bricks

Was haben Honig und Ziegel miteinander zu tun?
Beides sind hochwertige Naturprodukte. Beide haben viel Vergangenheit: Der Lehm, aus dem wir unsere Ziegel formen, ist etwa 10 Millionen Jahre alt, Bienen gibt es sogar schon seit etwa 50 Millionen Jahren.

Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern! Deswegen engagieren wir uns, um Lebensräume für die bedrohten Insekten zu schaffen. Auf unseren Ziegeleigeländen in Zeilarn und Rötz haben wir Bienenhäuser gebaut und betreuen dort mehrere Bienenvölker.

Im Sommer 2018 haben wir bei einem bundesweiten Pflanzwettbewerb mitgemacht: „Wir tun was für Bienen“. Viele Kolleginnen und Kollegen haben mitgeholfen, als wir eine große Werksfläche für unsere Bienen angelegt haben. Gewachsen ist eine bienenfreundliche Wiese aus allerlei Pflanzen und Kräutern, darunter Zitronenmelisse, Storchenschnabel, Margerite und Rosenmalve. Das emsige Gesumme hat uns bewiesen, dass wir den Geschmack der Bienen gut getroffen haben. Den Geschmack der Wettbewerbs-Juroren übrigens auch: Wir erreichten Platz 2.

Nach und nach wollen wir an allen Standorten Bienenvölker ansiedeln.