Hubert Aiwanger weiht den Erweiterungsbau des Forschungszentrums Ziegel ein

Bayerns Wirtschaftsminister will die Zukunft des Ziegels sichern

Kürzlich wurde bei Schlagmann der 1,4 Millionen Euro teure Erweiterungsbau des "Forschungszentrums Ziegel" eingeweiht. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger schnitt das rote Band durch und versprach seine Unterstützung: "Der Ziegel ist eines der ältesten Baumaterialien. Wir müssen alles tun, dem Ziegel eine Zukunft zu sichern." Nach 18 Monaten Bauzeit stehen 25 Mitarbeitern nun 1200 Quadratmeter Freiraum und damit viel Platz für Ideen und zum Experimentieren zur Verfügung, inklusive einem 4-D-Kino im Obergeschoss. Gleichzeitig wurde der Zusammenarbeit mit der technischen Hochschule Deggendorf und dem European Campus in Pfarrkirchen Rechnung getragen, im neuen Anbau werden sechs Arbeitsplätze für weitere intensive Forschungen eingerichtet.

Forschungszentrum Ziegel – deutschlandweit einzigartig

Vermutlich gibt es in ganz Deutschland keinen Ort, an dem intensiver über Ziegel nachgedacht wird als in Zeilarn. Denn dort steht es, das Forschungszentrum Ziegel von Schlagmann. Das niederbayerische Zeilarn ist nicht zufällig die Heimat vieler guter Ideen: „Alle nennenswerten Entwicklungen der Branche kamen aus unserem Hause, beispielsweise Planziegel oder mit Dämmstoffen gefüllte Ziegel“, sagt Schlagmann-Geschäftsführer Johannes Edmüller. Das „Forschungs- und Entwicklungszentrum Ziegel“, wie der offizielle Name lautet, ist eine deutschlandweit einmalige Forschungseinrichtung.

Hier werden Theorie und Praxis eng miteinander verbunden

Ziel ist es, neue Lösungen und Baustoffe für die Zukunft zu entwickeln. Dabei verfolgt das Zentrum einen industriellen Forschungsansatz und geht die Dinge etwas anders an als Wissenschaftler an Hochschulen. Im Forschungszentrum hat Schlagmann alle Möglichkeiten gebündelt. Schon bevor es 2014 gebaut und eingerichtet wurde, gab es bei Schlagmann Förderprojekte, für die Maschinen und Messgeräte angeschafft, Räume und Labors eingerichtet wurden. All das ist hier unter einem Dach vereint. Die geschaffene Infrastruktur wird ständig erweitert und bildet die ideale Grundlage für zukunftsfähige Entwicklungen.

Entwicklung und Kontrolle bedeutet mehr Qualität

Drei Schwerpunkte setzt das Zentrum: die keramische Entwicklung, die Dämmstoffentwicklung und die Qualitätskontrolle.

Bei der keramischen Entwicklung im Technikum arbeiten die Experten beinahe unter Realbedingungen. Sie verarbeiten bis zu 50 Kilo Tonmasse, also viel größere Mengen als in einem Labor. Auf diese Weise können sie Ziegelrezepturen so testen, dass es der Produktion im Werk schon sehr nahekommt. Hier werden alle Arbeitsschritte nachgeahmt, auch das Trocknen und Brennen.

Weiterentwickelt werden dort auch die perlitgefüllten Ziegel. In der nächsten Generation Ziegel soll das mineralische Dämmmaterial noch wärmedämmender sein und gleichzeitig sollen die Ziegel beim Trocknen deutlich weniger Energie verbrauchen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualitätskontrolle, die vom Rohstoff über die Ziegelproduktion bis zur Endkontrolle alles umfasst. Das Prüflabor untersucht die Maßgenauigkeit und die Druckfestigkeit der frischen Ziegel.

Die ersten klimaneutralen Ziegel

Im Forschungszentrums Ziegel wird mit Experten aus vielen Fachbereichen auch der Klimaschutz in der Ziegelproduktion aktiv vorangetrieben. Eine dabei entwickelte 3-Säulen-Strategie gewährleistet die klimaneutrale Produktion der perlitgefüllten POROTON®-T7®, S8 ®und S9®, die seit Anfang 2019 erhältlich sind.
 
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