Schlagmann Poroton - Spitzen-Maurer aus Süddeutschland

Spitzen-Maurer aus Süddeutschland

Wir sind Europameister – im Mauern! Dieser große Erfolg ereignete sich bei der Berufseuropameisterschaft, die zwischen 25. und 29. September 2018 in der ungarischen Hauptstadt Budapest war. Geholt hat die Goldmedaille für Deutschland ein Schwabe aus dem württembergischen Schemmerhofen, der 21-jährige Christoph Rapp.

Präzision und Geschwindigkeit
Drei Tage lang wetteiferten die 14 Final-Maurer bei den EuroSkills. Ihre Aufgabe bestand aus zwei Modulen. Erst mussten die Teilnehmer binnen 18 Zeitstunden eine Darstellung eines Budapester Denkmals mauern. Dieses Millennium- und Heldendenkmal ist umgeben von einer Kolonnade. Auch in der zweiten Runde bauten sie ein Wahrzeichen Budapests nach, die weltbekannte Kettenbrücke, die über die Donau führt. Am Ende lag Christoph Rapp klar vorne: Er siegte nach Präzision und Geschwindigkeit, vor einem Kollegen aus Österreich und einem Dänen.
 
Erste Medaille für Deutschland seit 2005
Mehr als 500 Teilnehmer aus 28 europäischen Ländern zeigten bei den EuroSkills 2018 in fast 40 Wettbewerben, was sie draufhaben. Das deutsche Team hatte in dem jährlichen Wettbewerb bereits seit 2005 keine Medaille mehr geholt. Zum Nationalteam des Deutschen Baugewerbes gehören die besten deutschen Nachwuchshandwerker im Baugewerbe, getragen wird es vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, dem größten und ältesten Bauverband in Deutschland. Neben den Maurern gehören auch Fliesenleger, Beton- und Stahlbetonbauer sowie Stuckateure dazu. Es ist immer auch eine große Förderung, wenn gute Nachwuchskräfte an internationalen Berufswettbewerben teilnehmen dürfen; sie werden im Vorfeld von Experten trainiert.
Fan-Gemeinde
In Oberschwaben ist man seit der Handwerker-Goldmedaille ganz aus dem Häuschen. 20 Freunde und Angehörige hatten Rapp zum Wettkampf nach Budapest begleitet. Hinterher hat Schemmerhofen für seinen erfolgreichen Sohn einen Empfang im Rathaus veranstaltet, der Bürgermeister war „mega stolz“. Und von der Handwerkskammer hörte man, dass Christoph Rapp Fleiß, Disziplin und Lust an der Arbeit geradezu personalisiere. Rapp arbeitet zuhause im Familienbetrieb und hat schon als Kind immer mit angepackt. Dort wird nun langsam wieder der Alltag einkehren.
 
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