28‚ÄČ% vom Neubau zahlt der Staat

Neues Gesetz mit Sonderabschreibung

Geschenktes Geld vom Staat: Im besten Fall kann man binnen vier Jahren 28 Prozent der Kosten für die Anschaffung oder Herstellung von neuen Wohnungen abschreiben. So will der Staat private Investoren dafür gewinnen, neuen Wohnraum anzubieten. Dann winkt eine steuerliche Förderung (Sonder-Afa). Der Bundestag hatte das neue Gesetz bereits im November 2018 beschlossen. Der Bundesrat hat seine Zustimmung jetzt am 29. Juni gegeben. Direkt nach der Unterschrift des Bundespräsidenten tritt es in Kraft.

28 Prozent?

Das neue Gesetz sagt: Die Kosten für Anschaffung oder Herstellung neuer Wohnungen können in vier aufeinanderfolgenden Jahren (im Jahr der Anschaffung oder Herstellung plus in den drei folgenden Jahren) abgeschrieben werden. Und zwar mithilfe der neuen Sonderabschreibungen im Idealfall mit bis zu 5 Prozent jährlich. Hinzu kommen in diesen vier Jahren noch die regulären 2 Prozent der linearen Afa.

Die neue Sonderabschreibung greift in zwei Fällen

Wenn man Mietwohnungen neu baut – oder wenn man eine Wohnung kauft und sie dann vermietet. Entscheidend ist, dass es sich um neuen, bislang nicht vorhandenen Wohnraum handelt, der dadurch neu auf den Mietwohnungsmarkt kommt.

Einige Voraussetzungen sind allerdings zu beachten.

1) Obergrenze
Das Projekt darf als solches nicht zu teuer sein. Hat die Anschaffung oder Erstellung mehr als 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gekostet (ohne Grund und Boden), ist das Projekt raus: In dem Fall gibt es keine Steuervorteile. Das ist auch nicht verhandelbar, es gibt keinen Ermessensspielraum. Der Staat will ganz gezielt bezahlbare Mietwohnungen fördern.

2) Deckelung
Geltend machen für die Abschreibung kann man maximal 2.000 Euro pro Quadratmeter. Waren Kauf oder Erstellung günstiger als das, wird die Abschreibung anhand der tatsächlichen Kosten berechnet. Lag der Preis zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter, kann man die Maximalsumme von 2.000 Euro geltend machen.

3) Zweckbindung
Die Steuervorteile kriegt man nur, wenn man die Wohnung mindestens zehn Jahre lang vermietet, also im Jahr des Baus oder Kaufs plus weitere neun Jahre. Klargestellt wurde auch: Kurzfristige Vermietungen gelten hierfür nicht. Die Wohnung darf also nicht als Ferienwohnung angeboten oder untervermietet werden.
4) EU-Recht
Beachten muss man außerdem die EU-rechtlichen Voraussetzungen bezüglich De-minimis-Beihilfen. Bedeutet: Der Gesamtbetrag der einem einzigen Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfe darf in drei Veranlagungszeiträumen (also in der Regel drei Jahren) die Gesamtsumme von 200.000 Euro nicht übersteigen.

5) Fristen
Die Sonderabschreibung kann man nur für Projekte geltend machen, deren Bauantrag zwischen 31. August 2018 und 31. Dezember 2021 gestellt wurde oder wird.

Wer gegen Regelungen verstößt, dessen Ansprüche verfallen auch rückwirkend – man muss also zurückzahlen. Hier gibt es den Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages zum Download (PDF).

Wir freuen uns!

Alle reden darüber, wie viele Wohnungen fehlen. Jetzt gibt die Politik einen interessanten Anreiz, in neue Wohnungen zu investieren.

Man kann günstig bauen und zugleich gut

Auch mit den hochwertigen Produkten von Schlagmann– beispielsweise dem klimaneutralen Objektziegel POROTON®-S8® mit Perlitfüllung – können Sie unter der Schallgrenze von 3.000 Euro pro Quadratmeter bleiben. Bei geschickter Planung sollten auch 2.000 Euro kein Problem sein. Vielleicht können Sie ja auch profitieren? Am besten gleich hinsetzen und rechnen!

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