Das Klimaschutzgesetz (KSG) ist da!

Gut fürs Klima und für die Bau-Kasse

Im Herbst haben wir uns schon vor gefreut. Und jetzt sind die Weichen tatsächlich alle gestellt worden: Ab sofort gibt es erhebliche Steuernachlässe für diejenigen, die ihr selbst bewohntes Eigenheim sanieren. Bauherren können ihre Kosten einfach mit der Steuerschuld Verrechnen. Nicht wenig – bis zu 20 % der förderfähigen Kosten der Bauleistung und 50 % der Kosten für die Baubegleitung durch einen Energieberater kann man auf diesem Weg geltend machen. Auf bis zu 40.000 Euro je Objekt verzichtet der Staat zugunsten der Bauherren.

Wofür genau gelten die Steuervorteile?

Das muss man im Detail natürlich nachlesen. Die Förderung gilt für energetische Sanierungsmaßnahmen, mit deren "Durchführung nach 31.12.2019 begonnen wurde und die vor 1.1.2030 abgeschlossen sind". Dazu zählen u.a.
 
  • Wärmedämmung von Wänden und Dächern
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage
  • Optimierung von Heizungsanlagen


Experten weisen darauf hin, dass es sich nicht immer gleichermaßen lohnt: Wer seine Heizung grundlegend modernisiert, fährt unter Umständen mit dem neuen Marktanreizprogramm besser.

Mit diesen neuen Anreizen sollen mehr Hausbesitzer in Deutschland dafür begeistert werden, selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. So will die Bundesregierung ihr Klimaschutzprogramm in Schwung bringen.
Wie bekommt man die Förderung?

Die Förderung wird nicht ausgezahlt, sondern von der Steuerschuld abgezogen. Die tarifliche Einkommensteuer wird also verringert durch die steuerliche Förderung der energetischen Sanierungen. Achtung, es gibt die Förderung nicht auf einmal: Die Kosten können verteilt über drei Jahre berücksichtigt werden.

Wer es nachlesen will: Die Details dieser „Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden“ stehen nun im Einkommensteuergesetz (EStG), dort im § 35c. Genau geregelt ist, welche Möglichkeiten man hat und welche Fristen man dabei beachten muss.

Und diesmal ist alles sehr schnell gegangen: Das Berliner Kabinett hat Mitte Oktober zugestimmt, der Bundestag Mitte November, und der Bundesrat hat kurz vor Weihnachten noch sein Okay gegeben. Inzwischen wurde die neue Regelung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – sprich: Der Steuerbonus ist amtlich und greift seit 1. Januar 2020.

50 Prozent für Energieberater

Energieberatung wird vom neuen Klimaschutzprogramm besonders gefördert. Bis zu 50 Prozent der Kosten kann man fördern lassen. Die Voraussetzungen: Die Berater müssen fachlich qualifiziert und zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ zugelassen sein (BAFA). Bauherren können die Berater mit der planerischen Begleitung oder auch Beaufsichtigung ihrer energetischen Maßnahmen beauftragen.

Vorgegeben wird die Energieberatung im Rahmen der steuerlichen Förderung nicht, ebenso wenig eine Baubegleitung durch einen Energieberater.
 
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