Wo, wie und wem BIM nutzt

Tipp aus der Bauberatung, heute von Robert Hummel

BIM, immer wieder BIM: Auch das Bauen soll digitalisiert werden. Mithilfe von BIM, dem Building Information Modeling (BIM). Hinter BIM steckt eine IT-gestützte Arbeitsmethode, um Gebäude zu planen, bauen und betreiben. Das Grundprinzip: Die digitalen Planungen werden am Computer virtuell angelegt, alle Fortschritte eingepflegt. Dadurch kann man jederzeit alle verfügbaren Projektdaten aktuell abrufen und nutzen, für alle Aufgaben.

BIM soll das Planen und Bauen tiefgreifend verändern, Planung und Bauausführung beschleunigen, Kosten sparen helfen und Prozesse transparent abbilden – aber: BIM kommt nicht gut voran.

Wie viel BIM verträgt ein Mittelstandsprojekt?

Speziell bei kleineren Unternehmen und im Mittelstand hapert es noch. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung hat das nun durchleuchtet. Und die Erkenntnisse veröffentlicht: In der Reihe „Forschung für die Praxis“ erschien ein BIM-Leitfaden für den Mittelstand. Er beantwortet die zentrale Frage: Wie viel BIM verträgt ein Mittelstandsprojekt?

Der Leitfaden zeigt ganz konkret, wie es geht

Die Publikation zeigt dies am Beispiel eines Bauvorhabens – dem „Fachmarktzentrum Leinefelde“. Es ging um ein Bauvolumen von rund 7,5 Millionen Euro und Projektbeteiligte aus klein- und mittelständischen Unternehmen. Das Fachmarktzentrum ist ein größtenteils eingeschossiges Gebäude, es gab eine detaillierte Mieterbaubeschreibung. Weil die Geometrie des Gebäudetyps nicht sehr komplex war, konnte man sich umso besser auf die Prozesse der Zusammenarbeit und den Datenaustausch konzentrieren. Am Beispiel dieses Fachmarkts zeigt der Leitfaden nun ganz konkret, wie sich auch kleinere Projekte mit der IT-gestützten Methode planen und umsetzen lassen.

Besonders interessant für Architekten und Fachplaner

Sie finden im Leitfaden grundlegende fachliche Informationen darüber, wie BIM funktioniert. Dazu Anwenderwissen, mit dem sie BIM besser für sich nutzen können. Mit dieser Hilfestellung soll es gelingen, BIM in mittelgroßen Bauprojekten zu initiieren, auszubauen oder qualitativ zu verbessern.

 
Einige Erkenntnisse der Beteiligten:

„Das Ziel ist kein Technologiefeuerwerk, sondern die sinnvolle und pragmatische Nutzung der BIM-Methode im Rahmen der realen Projektabwicklung bis hin zur Leistungsphase 8“, sagte André Pilling, Geschäftsführer des Generalplaners beim Projekt Fachmarktzentrum.

„Die Empfehlung an andere Bauherren lautet daher, in jedem Fall mit ‚Übungsprojekten‘ in den BIM-Prozess zu starten, eigene Ziele und Anwendungen zu definieren, die Kollaboration zu proben und nicht darauf zu warten, dass Standards von Dritten gesetzt werden und zu erwarten, dass diese adaptiert werden könnten“, sagt Christoph Röhr, Geschäftsführer des Bauherrn RMA-Management.

64 Seiten, mit denen es leichter wird, BIM anzuwenden.

Hier als PDF.

 
 
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