Politik schafft Anreize: Wer saniert, spart Steuern

Wer sein Zuhause energetisch auf Vordermann bringt, soll dabei bald erheblich sparen können. Die Bundesregierung setzt das Klimaschutzprogramm 2030 derzeit im Steuerrecht um – und das bedeutet: Es soll erhebliche Steuernachlässe für diejenigen geben, die ihr selbst bewohntes Eigenheim sanieren. Die Bauherren sollen ihre Kosten mit der Steuerschuld verrechnen können. Bis zu 20 Prozent der Kosten oder bis zu 40.000 Euro sollen es sein.

Was wird gefördert?

Beispielsweise
  • Wärmedämmung von Wänden und Dächern
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage
  • Optimierung von Heizungsanlagen


Und wie funktioniert die Förderung?

Sie soll bei Einzelsanierungsmaßnahmen greifen, die auch in bestehenden Programmen der Gebäudeförderung als förderungswürdig eingestuft wären. Die Gesamthöhe der förderfähigen Sanierungs-Investitionen liegt bei 200.000 Euro je begünstigtes Objekt. Der maximale Fördersatz liegt bei 20 Prozent der Summe, es geht also um maximal 40.000 Euro.
Laut Konzept der Bundesregierung wird die Anrechnung auf die Steuer wird über mehrere Jahre verteilt

Insgesamt 20 Prozent der Aufwendungen sind es binnen drei Jahren, je 7 Prozent im ersten und zweiten Jahr, dann 6 Prozent im dritten Jahr.

Der Staat will auf diese Steuereinnahmen verzichten, um Anreize zu schaffen. Ziel ist, dass in den kommenden Jahren möglichst viele Immobilienbesitzer ihr Eigentum sanieren und so den Klimaschutz voranbringen. Zu dem in Berlin geschnürten Paket gehört auch, dass die Umsatzsteuer für Bahnfernverkehr sinkt, die Luftverkehrsteuer steigt, die steuerliche Entfernungspauschale befristet angehoben und eine Mobilitätsprämie eingeführt wird.

In der Praxis bekommen Eigentümer, die sanieren wollen, dadurch bald eine gute Auswahl. Sie können die bekannten Kredit- und Zuschussprogramme nutzen. Und ihnen steht bald auch diese steuerliche Förderung zur Verfügung. Die soll zehn Jahre lang greifen, von 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029. Jeder kann also das Förderinstrument wählen, das im einzelnen Fall am besten geeignet ist.

Teile des Gesetzespakets müssen nun noch durch den Bundesrat.
 
Falls Sie noch kein Empfänger unserer Info-Mail sind, dann können Sie sich hier gleich anmelden.