Zukunftslösungen aus dem Brennofen: Ziegel statt Batterien?

Die vielen Talente der Ziegel

„Experten sprechen von einem atmenden Baustoff mit vielen Talenten“, schrieb die Tageszeitung „Die WELT“ kürzlich in ihren Sonderthemen über Ziegel. Die Zeitung stellte den uralten Baustoff vor – in seinen modernen Weiterentwicklungen. Sie präsentiert vier Ziegel und deren besondere Qualitäten.

Batterie "smart bricks"

Dass Ziegel eines Tages Batteriespeicher ersetzen könnten, ist heute noch Zukunftsmusik. Aber Forscher der Washington University bringen diese „smart bricks“ voran: Sie haben herausgefunden, wie man Energie in Ziegeln speichern kann, berichtet die WELT. Dazu nutzen sie Kanäle, wie es sie im porösen Material jedes Ziegelsteins gibt. Sie füllen diese Kanäle mit elektrisch leitfähigem Kunststoff. Dadurch entsteht im Inneren des roten Steins ein verzweigtes Netzwerk. Es besteht aus Polymer und soll deswegen wie ein Schwamm elektrisch geladene Ionen speichern und weiterleiten können, schreibt die WELT. Über eine Solaranlage könne man diese Steine mit Sonnenenergie aufladen. Denkt man das weiter, könnten eines Tages Ziegelwände die Rollen von Batterien übernehmen.

Autarke Häuser

Die WELT hat auch mit Forschern gesprochen, die in Deutschland Gebäude untersucht haben, welche sich selbst mit Strom und Wärme versorgen können – ein Projekt mit der TU Bergakademie Freiberg. Dabei geht es um autarke Häuser, die Sonnenenergie nutzen und sie kombinieren mit Wärme- und Stromspeicher plus einer effizienten Gebäudehülle. Genau da kommt der Ziegel ins Spiel: Denn die Hülle eines solchen Hauses soll möglichst geringe Wärmeverluste aufweisen und zugleich Wärme gut speichern. Dafür setzen viele schon heute auf Ziegel, schreibt die WELT. Sie berichtet, dass in den untersuchten autarken Gebäuden nicht irgendwelche Ziegel, sondern solche mit Perlit-Füllung verbaut worden sind – wegen ihrer guten Dämm-Eigenschaften seien sie die ideale Hülle für so ein Haus.
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Viele gute Eigenschaften, keine Zusatzdämmung

Die WELT listet alle guten Ziegel-Eigenschaften auf: Naturprodukt, atmender Baustoff, robust und wetterfest, liest man da. Ziegel bieten Sicherheit bei Brand, regulieren Feuchtigkeit, halten Schall ab. Sie gelten als ressourceneffizient. Sie wärmen und kühlen – bedeutet: Wer mit modernen Ziegeln baut, deren Wärmeleitfähigkeit gering ist, braucht dann meist keine zusätzliche Dämmung mehr.

Eine weitere gute Ziegel-Idee für die Zukunft, laut WELT: Indem man Rohre in Ziegel integriert und daraus Decken baut, kann man diese Räume klimatisieren: Das Wasser kann im Winter erwärmt und im Sommer gekühlt werden. Kleine Temperaturdifferenzen genügen dann bereits, weil die gesamte Decke des Raums die Wirkung unterstützt. Das senkt die Energiekosten und ist gut fürs Klima, schreibt die WELT.

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