Freistaat Bayern unterstützt Ziele und Forschung

Klimaneutral und recycelbar

Da hatte Schlagmann mal wieder die Nase vorn: Aus Zeilarn kamen im Juli 2019 die ersten klimaneutralen Ziegel. Heute sind sie vom Markt nicht mehr wegzudenken und kommen gut an. Kein Wunder, der Trend geht ja genau in diese Richtung: Das Klimaschutzgesetz, das seit Dezember 2019 in Deutschland gilt, hat deutlich Weichen gestellt. Viele Player in der Baubranche tüfteln seither an Lösungen und Wegen für die Umsetzung. Da ist man bei Schlagmann schon einige Schritte weiter.

Bayerisches Bauministerium befasst sich mit Baustoffen

Im September 2021 ging es auch im bayerischen Bauministerium um zukunftsfähigen Wohnungsbau aus Ziegeln: Kerstin Schreyer, die bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, traf sich mit dem Vorsitzenden und dem Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), Ronald Rast, zu einem Fachgespräch. Gemeinsam betrachtete man mehrere Phasen im Lebenszyklus von Bauwerken.

Erstes großes Thema waren klimaneutrale Baustoffe. Welche Lösungen gibt es bereits, um Mauerwerk klimaneutral herzustellen? Was für Hürden sind bei dem Thema noch zu bewältigen? Im Fachgespräch wurde der aktuelle Wissensstand rund um klimafreundliche Produktion beleuchtet. Dazu wird aktuell viel gearbeitet und geforscht, wissenschaftliche Institutionen sind eingebunden. Es gibt erste Ergebnisse: Generell ist eine klimaneutrale Produktion von Ziegeln, Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton möglich. Klar ist, dass Hersteller dafür erheblich investieren müssen in ihre Anlagen und Technologien. Und sie müssen zwei Bedingungen erfüllen: Erstens sicherstellen, dass sie genügend erneuerbare Energien zur Verfügung haben, alternativ grünen Wasserstoff. Wichtig sind außerdem die Bindemittel: Auch Zement und Kalk müssen klimaneutral hergestellt werden.
Die Branche kann mit voller Unterstützung rechnen

Noch ein gewichtiges Thema war die Wiederverwendung von Baumaterialien. Wie gut kann man Mauerwerk heute recyceln? Und was muss getan werden, damit die Stoffkreisläufe vollends geschlossen werden können? Damit die derzeit bei etwa 94 Prozent liegende Recyclingquote von Mauersteinen bald bei 100 Prozent liegt? Auch hieran arbeiten wissenschaftliche Institutionen und unsere Forscher im Forschungszentrum. Klar ist: Konstruktionen müssen generell so angelegt werden, dass sie später wieder rückgebaut oder recycelt werden können. Wichtig ist auch, die Recycling-Verfahren so zu optimieren, dass wirklich alles Material komplett verwertet werden kann. Am Ende des Gesprächs stand eine klare Zusage: Die Branche kann mit voller Unterstützung durch die Staatsministerin rechnen, wenn sie an dieser 100-Prozent-Quote forscht und die nötigen Schritte umsetzt.

Rückenwind auch für das Forschungszentrum Ziegel

In Zeilarn hört man diese Botschaften gern: Hier im Forschungszentrum Ziegel haben die Experten schon in der Vergangenheit immer wieder wichtige Erkenntnisse erarbeitet. Mit politischem Rückenwind kann man hierbei künftig noch besser vorankommen.

Datum: 23.11.2021
 
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