Die Lösung für die neue DIN 4109-5 Schallschutz im Hochbau – erhöhte Anforderungen

Tipp aus der Bauberatung, heute von Markus Aich

Im August 2020 ist sie veröffentlicht worden: die DIN 4109-5, Schallschutz im Hochbau – erhöhte Anforderungen. Sie hat das Beiblatt 2 zur DIN 4109 aus dem Jahr 1989 abgelöst. Das bringt eine ganz zentrale Änderung. Wohnungs- und Treppenhaustrennwände müssen künftig eine Luftschalldämmung von R’W = 56 dB leisten – also 1 dB mehr als zuvor.

Dafür muss man manches neu denken. Denn viele der bisher üblichen Konstruktionen funktionieren nur grenzwertig oder gar nicht mehr. Das gilt beispielsweise für den Einsatz von 24 Zentimeter dicken Verfüllziegelwänden aus Ziegeln wie dem POROTON®-S-Pz®-240.

Ein Schalungsziegel mit vielen Talenten

Aber natürlich wollen wir auch weiterhin Trennwände mit 24 cm Dicke in Ziegelbauweise möglich machen! Dafür haben wir eigens einen neuen Ziegel entwickelt, den Schalungsziegel POROTON®-S-Sz® mit einem geprüften Direktschalldämm-Maß von RW,Bau,ref = 62,8 dB.

Um es ganz präzise zu sagen: Eigentlich ist das gar kein Verfüllziegel, sondern eine verlorene Schalung. Was in der Praxis bedeutet: Die Wand wird als Betonwand und nicht als Mauerwerk bemessen, anders als beim bisherigen S-Pz.
 
Bis zu 80 Prozent tragfähiger

Damit es einfacher und bequemer wird, mit den neuen Steinen und dem neuen Konzept in der Praxis zu arbeiten, haben wir einen Experten dazugebeten. Prof. Dr. Carl-Alexander Graubner von der TU Darmstadt hat diese Tragfähigkeitstabellen erstellt. Sie zeigen ganz deutlich: Wände aus den Verfüllziegeln aus S-Pz und Wände aus S-Sz-Schalungsziegeln leisten unterschiedlich viel, wenn es um die Tragfähigkeit geht.

Beim S-Sz darf nach aktueller Zulassung nur eine Betongüte C12/15 angesetzt werden – und trotzdem ist die Tragfähigkeit deutlich höher als bei Wänden aus klassischen Verfüllziegeln.
 

Fazit: Man sieht auf den ersten Blick: Der S-Sz-240 kann richtig viel Lasten tragen. Je nach Situation sind es 37 bis 80 % mehr als beim S-Pz-240 mit Festigkeitsklasse 8.
Mehr als der geforderte Schallschutz

Klar, man könnte alternativ auch eine 30 cm dicke Verfüllziegelwand aus S-Pz-300 machen, um die neuen Vorgaben zu erfüllen. Doch im direkten Vergleich behält der S-Sz-240 die Nase vorn:
  • 6 % mehr Wohnfläche
  • dadurch wirtschaftlichere Bauweise
  • höhere Tragfähigkeit (etwa 5 bis 25 %)
  • geringeres Steingewicht (13 kg beim S-Sz-240 statt 24 kg beim S-Pz-300)
  • dadurch körperschonender zu verarbeiten
  • größeres Format (Steinlänge 50 cm)
  • dadurch wirtschaftlicher zu verarbeiten


Dass es in der Praxis bestens funktioniert, einen erhöhten Schallschutz mit diesem neuen Konzept zu realisieren, wurde intensiv geprüft und nachgewiesen: mit Messungen im Prüfstand ebenso wie durch mehrere Baustellenmessungen.

Der S-Sz ist Hauptdarsteller eines Schlagmann-Poroton-Videos.

Hier geht es zum neuen Ziegel und seinen Daten.
 
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