Die BEG bringt 2021 eine neue Förderpolitik

2021 ändert sich vieles: neue Förderpolitik dank BEG

Inzwischen gibt es stetig neue Infos und Details über die neue BEG, die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Wer mal im Wortlaut nachlesen will: Am 30. Dezember 2020 wurde die Richtlinie für die Einzelmaßnahmen im Bundesanzeiger veröffentlicht. Dieser Teil ist zum 1. Januar auch schon in Kraft getreten. Am 1. Februar 2021 folgten im Bundesanzeiger die zwei weiteren Richtlinien für Wohngebäude und Nichtwohngebäude. Sie gelten ab Juli. Alle drei Richtlinien sind auch nachzulesen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Alles ist so geregelt, dass für die Endkunden keine Förderlücken entstehen: Noch bis 30. Juni 2021 können die betroffenen Förderkredite und Zuschüsse für Effizienzhäuser und -gebäude weiterhin so beantragt werden wie zuvor.

Förderstufen: eine weg, eine neu

Bei den energetischen Sanierungen kommt einiges in Bewegung. Das Effizienzhaus 115 als Förderstufe wird es nicht mehr geben, nur noch die Stufen 100, 85, 70 und 55. Für sie gibt es zwischen 27,5 und 40 Prozent Tilgungszuschuss. Als Neuerung wird auch für Sanierungen das Effizienzhaus 40 eingeführt, hier gibt es den höchsten Zuschuss, 45 Prozent.
Neue Zuschläge – damit Sanierungen lohnender werden

Wer saniert, kann zwei mögliche Zuschläge erhalten: die EE-Effizienzklasse plus den Bonus für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der nun auch bei Einzelmaßnahmen greift. Wer erneuerbare Energien nach der Sanierung nutzt, erhält fünf Prozentpunkte mehr Fördergeld. Bedingung ist, dass der iSFP im Zuge der Sanierung tatsächlich vollständig umgesetzt wird – und dass das Gebäude dadurch auch mindestens die im iSFP definierte Effizienzhaus-Stufe erreicht.

Obergrenzen erhöht

Noch eine Verbesserung: Die Oberkante der förderfähigen Kosten wurde erhöht von 120.000 auf bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Bedeutet in der Praxis: Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 gab es bislang einen Zuschuss von 40 Prozent und bis zu 48.000 Tilgungszuschuss. Durch die neue Regelung kann man einen Zuschuss von 55 Prozent und bis zu 82.500 Euro Tilgungszuschuss erhalten, wenn alles passt. Dafür muss der Standard Effizienzhaus 40 erreicht werden mit beiden Zuschlägen, der EE-Effizienzhausklasse und dem iSFP-Bonus. Verbraucher können sich wie bisher entscheiden, ob sie einen Zuschuss oder einen Kredit mit Tilgungszuschuss möchten.
 
Ein paar Neuerungen und Zahlen:
  • Der Umstieg von einem alten Ölkessel auf eine Biomasseheizung oder Wärmepumpe lohnt sich: Es gibt vom Staat 50 anstatt 45 Prozent der Investitionskosten.
  • Und wer die alte Ölheizung gegen eine Erdgas-Hybridheizung tauscht, deren erneuerbaren Anteil mindestens ein Viertel ist, bekommt 45 statt 40 Prozent der Investition erstattet.
  • Auch Dämmen rechnet sich mehr denn je: Wer Fassade, Dach und Kellerdecke isoliert, in neue Fenster sowie Lüftungsanlagen inklusive Wärme- und Kälterückgewinnung investiert, kann 20 Prozent Zuschuss beantragen (mit dem iSFP-Bonus sogar 25 Prozent). Und das bezogen auf höhere Summen: Die Obergrenze der förderfähigen Kosten wurde erhöht von 50.000 Euro auf 60.000 Euro.
  • Mehr Fördergelder erhält man außerdem für Baubegleitung durch Experten: Für eine solche qualifizierte Begleitung gab es bislang 50 Prozent der Kosten, maximal 4.000 Euro pro Vorhaben. Jetzt sind es maximal 5.000 Euro für Ein- bis Zweifamilienhäuser. In Mehrfamilienhäusern kann man bis zu 2.000 Euro pro Wohneinheit veranschlagen, bis zu 20.000 Euro. Diese Zuschüsse kommen zu den anderen Förderungen noch hinzu.
  • Es ist möglich, mehrere Jahre hintereinander Anträge zu stellen.
  • Nicht nur Eigentümer können Anträge stellen, sondern auch Contractoren, Mieter und Pächter. Sie benötigen für den Antrag eine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers.
Schlagmann Info-Mail
 
Weitere Interessante Informationen zum BEG finden Sie auch im Video des Webinars unseres Bauberaters Holger Bahmer
Sie finden das Video hier. Dort ab Minute Minute 28:18 hat Holger Bahmer noch einige wissenswerte Details über das BEG mitgeteilt.


Laufend aktuelle Infos gibt es beim Bundeswirtschaftsministerium.
Quelle: Zukunft Altbau/Gebäudeenergieberater /jb
Datum: 16.02.2021
 
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