Bundesweite Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe

Geschätzt 90 Prozent wiederverwertbare Abfälle

Bau- und Abbruchabfälle, ausgehobene Erde, Schlacken aus der Metallerzeugung und Aschen aus thermischen Prozessen machen zusammengenommen 60 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland aus. Sie sollen zu einem weitaus größeren Teil als bisher recycelt und zum Teil als sogenannte Ersatzbaustoffe wieder für Neubauten verwendet werden. Auf rund 90 Prozent schätzen Experten den wiederverwertbaren Anteil. „Kommen Ersatzbaustoffe beim Neubau von Straßen, beim Dämmen und im Hochbau zum Einsatz, sparen wir große Mengen Primärbaustoffe und schonen natürliche Ressourcen“, sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Einfach und rechtssicher zu qualitätsgeprüften Ersatzbaustoffen

Bisher wurden Bauherren unter anderem von einem Regelungs-Wirrwarr abgeschreckt, bei dem in jedem Bundesland unterschiedliche Vorschriften zu beachten waren. Vor wenigen Tagen hat nun der Bundesrat eine bundeseinheitliche „Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz" (mehr Infos) beschlossen. Sie soll dazu beitragen, dass private und öffentliche Bauherren künftig qualitätsgeprüfte Ersatzbaustoffe einfach und rechtssicher in jeder Region Deutschlands einsetzen können. In Kraft tritt die Mantelverordnung allerdings erst zwei Jahre nach ihrer Verkündung. Diese Zeitspanne soll dazu dienen, dass sich alle Betroffenen auf die neuen Regelungen einstellen können.

Schlagmann ist schon auf dem Weg

Schlagmann Poroton hat sich längst auf den Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft gemacht. So fließen perlitgefüllte Ziegel, die auf Baustellen oder im Werk zu Bruch gehen, bereits heute wieder in die Ziegelproduktion ein. In einem eigenen Forschungszentrum werden darüber hinaus Produkte der Zukunft entwickelt. Dabei entstehen völlig neuartige Baustoffe aus Recycling-Material.
Datum: 20.07.2021
 
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