Attraktiv wie nie: BEG-Zuschüsse steigen um bis zu 27.000 Euro

Höher, schöner, besser

Kein effizienter Klimaschutz ohne energetische Gebäudesanierung: Dieses Credo findet nun endlich auch einen angemessenen Niederschlag in der Förderpolitik des Bundes. Der hat seine Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) zum 1. Juli 2021 neu gefasst und in nahezu allen Bereichen deutlich verbessert.

Neue Effizienzhaus-Klasse 40 für Sanierungen

Statt bisher 120.000 Euro werden ab sofort bis zu 150.000 Euro an Kosten für eine energetische Sanierung als förderfähig anerkannt. Am meisten profitieren davon Hausbesitzer, die nach den Standards der neu ins Förderprogramm aufgenommenen Effizienzhaus-Klasse 40 sanieren. Sie erhalten dafür einen Tilgungs- und Investitionskostenzuschuss in Höhe von 45 Prozent. Für die bisher bereits existierenden Effizienzhaus-Standards 100, 85, 70 und 55 liegt die Förderung weiterhin zwischen 27,5 und 40 Prozent. Einen zusätzlichen Aufschlag in Höhe von fünf Prozent erhalten alle, die nach der Sanierung überwiegend erneuerbare Energien nutzen. Als nicht mehr förderfähig aus der Liste gestrichen wurde hingegen das bisherige Effizienzhaus 115.

Das gab es noch nie

Wer die Fördermöglichkeiten voll ausreizen kann und einen Altbau mit förderfähigen Kosten in Höhe von 150.000 Euro auf den neuen EE-Standard 40 bringt und dabei auf eine Heiztechnik mit erneuerbaren Energien umsteigt, erhält einen Bundeszuschuss in Höhe von 75.000 Euro. Das gab es noch nie.


 
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Individueller Sanierungsfahrplan wird wichtiger

Einen zusätzlichen Bonus für einzelne Sanierungsschritte gibt es ab sofort, wenn diese nach einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ablaufen. Den iSFP erhält, wer vorab eine ebenfalls vom Bund mit 80 Prozent geförderte Gebäudeenergieberatung durchführen lässt oder eine solche Vor-Ort-Energieberatung zwischen Ende 2017 und Ende 2020 hat durchführen lassen. Für einen oder mehrere Sanierungsschritte nach einem iSFP erhöht sich die Basisförderung um zusätzliche fünf Prozentpunkte, wenn sich dadurch die energetische Qualität eines Gebäudes verbessert. Neben Eigentümern können auch Mieter, Pächter oder Contractoren die Förderung von Einzelmaßnahmen beantragen, wenn sie eine schriftliche Zustimmung des Hausbesitzers vorlegen.

Mehr Geld auch für Baubegleitung

Zusätzlich zu Tilgungs- oder Investitionszuschüssen übernimmt der Bund auch noch einen größeren Anteil an Kosten für die Baubegleitung bei Effizienzhäusern als bisher. Für die Beratung durch Energieeffizienzexperten gibt es bei Ein- und Zweifamilienhäusern einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten, gedeckelt auf 5.000 Euro pro Vorhaben, bei Einzelmaßnahmen auf 2.500 Euro. Für Mehrfamilienhäuser beträgt der Zuschuss jetzt maximal 2.000 Euro pro Wohneinheit. Die Obergrenze liegt hier bei 20.000 Euro, für Einzelmaßnahmen bei 10.000 Euro.
Datum: 20.07.2021
 
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