5,5 Milliarden für energetische Sanierungen und moderne Heizungen

Nur mit erheblichen Investitionen lassen sich die Ziele erreichen

Um zwei Drittel müssen die Treibhausemissionen im Gebäudesektor bis 2030 sinken, ausgehend von den Zahlen aus dem Jahr 1990. Diese Vorgabe ist Teil des novellierten Klimaschutzgesetzes, das der Bundestag verabschiedet hat. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, sind erhebliche Investitionen nötig. Deshalb hat das Bundeskabinett zusätzliche acht Milliarden Euro für ein Klimaschutz-Sofortprogramm 2022 beschlossen. Mehr als die Hälfte davon soll in die Förderung energetischer Sanierungen und den Einbau energieeffizienter Heizungen fließen. Allerdings nur von solchen, die zumindest teilweise auf regenerative Energiequellen zurückgreifen. Denn von 2023 an soll es keinerlei Förderung mehr geben für Heizsysteme, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können.

Auch für sozialen Wohnungsbau

Neben den dafür vorgesehenen 4,5 Milliarden Euro, die vor allem über die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) ausgereicht werden sollen, sind weitere Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro für die energetische Sanierung von Sozialwohnungen oder einen energetisch hochwertigen Neubau von gefördertem Wohnraum eingeplant. Die übrigen Mittel sollen in den Verkehrssektor, das Investitionsprogramm Stahlindustrie und das Programm Dekarbonisierung der Industrie fließen. Nicht in den Plänen enthalten ist hingegen die vielfach diskutierte Verpflichtung, auf Neubauten in ganz Deutschland künftig Photovoltaik- und Solarthermieanlagen anzubringen.
Konkretes erst nach der Bundestagswahl

Bislang ist der Kabinettsbeschluss jedoch lediglich eine Absichtserklärung für den Bundeshaushalt 2022. Beschließen wird darüber erst der nächste Bundestag, der am 26. September gewählt wird. Kritik am Sofortprogramm wurde auch laut, weil die meisten Maßnahmen nicht so konkret gefasst wurden, dass sich Marktteilnehmer bereits heute darauf vorbereiten könnten, wie die bundesweite Interessenvertretung für Energieberater GIH bemängelt.

Der Gebäudereport 2021 zeigt, was heute schon gilt

Was heute schon gilt und für die Planung und Umsetzung energetischer Sanierungen berücksichtigt werden muss, steht im dena Gebäudereport 2021. Damit sich der Sanierungsstau in diesem Bereich endlich auflöst, müsse klimafreundlicheres Bauen und Sanieren „zum Mainstream“ werden, heißt es dort. Zu finden sind in der aktuellen Ausgabe Statistiken zur Energieeffizienz im Gebäudebestand inklusive Abrufe von Förderprogrammen. Weitere Fokusthemen sind die „Wärme- und Kältewende im Gebäudebereich“, „Green Finance“ und „Ressourcen im Bauwesen“.
 
PDF des dena Gebäudereport 2021 zum Download
Datum: 20.07.2021
 
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