Die besten Insider-Tipps von Schlagmann

Tipp aus der Bauberatung, heute von Markus Aich
Lehmstein – ein Multitalent kehrt zurück

Ein praktisch unbegrenzt verfügbarer Baustoff, dazu noch klima­schonend auf kurzen Wegen ver­füg­bar – das ist Lehm. Kein Wunder also, dass dieses Material in einer Zeit, in der Nach­haltig­keit auch im Neu­bau eine immer größere Rolle spielt, eine Re­naissance erlebt.

Klimafreundlich von Anfang bis Ende

Lehmsteine haben eine gute Ökobilanz. Das beginnt mit dem Abbau, der an vielen Orten in Deutsch­land möglich ist. Das sorgt nicht nur für eine gute Ver­füg­bar­keit ohne Ab­hängig­keit von inter­nationalen Liefer­ketten, sondern auch für kurze Transport­wege und damit einen niedrigen Energie­bedarf in der Her­stellung und bei der Bau­stellen-An­lieferung. Nach Ende des Ab­baus werden die Lehm­gruben re­naturiert, was neue Bio­tope schafft und nicht selten zu einer größeren Bio­diversität im Ver­gleich zur ur­sprüng­lich­en Situation führt. Am Ende ihrer Lebens­zeit lassen sich Lehm­steine zudem rück­stands­frei in den Stoff­kreis­lauf zurück­führen.

Von Natur aus gesund

Auch der Mensch profitiert von den natürlichen Eigen­schaften des Materials. Lehm­steine re­gulieren die Feuchtig­keit in einem Gebäude, sorgen für eine gute Raum­luft und haben von Natur aus eine gute schall­dämmende Funktion. Wie andere mi­ner­ali­sche Bau­stoffe auch können sie aufgrund ihrer thermischen Eigen­schaften Temperatur­spitzen ab­fangen und sorgen damit für ein an­genehmes Klima im Gebäude.
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Normen bieten gute Grundlage

In Deutschland wurden zuletzt mehrere DIN-Normen und weitere Regel­werke für die Ver­wendung von Lehm­steinen ein­ge­führt. Sie bieten eine sichere und gute Grund­lage für den Ein­satz auch im Neu­bau. Von be­sonderer Be­deutung sind die Pro­dukt­norm DIN 18945 und die An­wendungs­norm DIN 18940. So können nun auch tragende Teile von Ge­bäuden von bis zu vier Stock­werken aus Lehm­steinen errichtet werden.

Vor Feuchtigkeit schützen

Einige Dinge sind bei der Ver­arbeitung von Lehm­steinen zu beachten. Bei zu viel Kontakt mit Feuchtig­keit ver­liert das Natur­material seine Festig­keit und Trag­fähig­keit. Schon auf der Bau­stelle ist des­halb ein Schutz vor Kontakt mit Nieder­schlag wichtig. Beim Ein­satz als Außen­mauer­werk ist ein konstruktiver Witterungs­schutz unab­dingbar. Auch vor auf­steigender Feuchtig­keit im Mauer­werk müssen Lehm­steine ge­schützt werden, weshalb eine Kombination mit ge­brannten Ziegeln im Sockel­bereich und an anderen Stellen häufig eine gute Lösung dar­stellt. Für haupt­sächlich horizontal bean­spruchte Wände, Keller­wände oder Pfeiler sind Lehm­steine nicht geeignet. Trotz dieser Ein­schränkungen können Lehm­steine im häus­lichen Bereich durch­aus auch für Wände in Küchen und Bädern ein­gesetzt werden, wenn bestimmte Wasser­ein­wirkungs­klassen ein­ge­halten werden.

Das Schlagmann-Lehmbloc®-Sortiment

Mit Lehmbloc® hat Schlagmann Poroton sein Produkt­sortiment um einen innovativen und nach­haltigen Baustoff er­weitert. Den passenden Lehm­stein für tragende und nicht­tragende Wände – letztere zur einfachen und wirt­schaft­lichen Ver­arbeitung mit ver­zahnter Stoß­fuge – gibt es dort in ver­schiedenen Größen und Formaten. Auch ein speziell darauf ab­gestimmter Lehmbloc®-Mauer­mörtel ist Teil des Sorti­ments. Noch mehr In­formation­en über diese interessante Er­gänzung für klassische Bau­weisen und den damit ver­bundenen Bei­trag für öko­logisch­es und nach­haltiges Bauen gibt es im 45-Minuten-Video zum Thema in der Schlagmann-Mediathek.

Datum: 19.03.2024
 
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