VDI-Richtlinie vereinfacht die Arbeit mit BIM

BIM: mit guten Prozessen gute Ergebnisse

BIM: Die drei Buchstaben stehen für die Digitalisierung des Bauens. Seitdem das Building Information Modeling eingeführt wurde, hält die Digitalisierung schrittweise Einzug. Und je mehr BIM, desto tiefer greifen die darauf aufbauenden Verbesserungen in der Wertschöpfungskette von Planen, Bauen und Betreiben. Alle Experten rechnen damit, dass dieser Prozess sich weiter fortsetzt und in den kommenden Jahren noch an Tempo gewinnt.

Was BIM ebenfalls mit sich bringt: Standardisierung, und zwar überregional wie international. Damit hier alles ineinander greift, haben Experten vom Verband deutscher Ingenieure (VDI) jetzt eine Richtlinie geschaffen. So soll die Implementierung von BIM effektiv gelingen.

Der Ansatz des VDI beschreibt die heute bereits international bewährten Regeln der Technik sowie Erfahrungen und Entwicklungen bei der Anwendung von BIM. Damit findet sich in VDI 2552 zugleich auch die nationale deutsche Perspektive auf die internationalen BIM-Aktivitäten. Der VDI-Koordinierungskreis Building Information Modeling (VDI-KK BIM) hat dafür zusammengearbeitet mit dem DIN-Ausschuss, der für die Spiegelung der deutschen Aktivitäten in den internationalen Standardisierungsgremien zuständig ist.
Aufs Zusammenspiel kommt’s an

Eine Schlüsselrolle kann VDI 2552 Blatt 7 übernehmen: Darin geht es ganz konkret um die Prozesse, das Zusammenspiel. In der Richtlinie sind Abfolgen von Aktionen und Interaktionen beschrieben – und die besten Wege zum festgesetzten Ziel. Die Kernpunkte von VDI 2552 Blatt 7: Die Richtlinie definiert Prozesse für den Austausch von Daten und Informationen, wie man sie braucht, um mit und über BIM zusammenzuarbeiten. Außerdem beschreibt die Richtlinie auch genau die Aufgaben und Rollen der Projektbeteiligten. Und sie benennt, welche Voraussetzungen geschaffen sein sollten in den verschiedenen Prozess-Phasen, also zu Beginn, während der einzelnen Schritte und am Ende – immer mit dem Ziel, dass ein Projekt optimal gelingen kann.

Damit schafft der VDI Grundlagen und Strukturen für den Informationsfluss, und dies für den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes. Schematisch gezeigt wird der Zusammenhang zwischen den Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) und dem BIM-Abwicklungsplan (BAP) sowie den vereinbarten Informationslieferungen im Zuge der Wertschöpfung eines Bauwerks.
Nützlich!

Auf der Website des VDI finden Sie nützliche Informationen hierzu. Unter anderem die Agenda "Building Information Modeling – VDI-Richtlinien zur Zielerreichung", die Sie auch gleich hier als PDF laden können.
 
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