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NEUE SCHALLSCHUTZ-NORM MIT UNTERGRENZE


Achtung: Mindestanforderungen

Schon der offizielle Titel weist auf diese entscheidende Änderung hin: „Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Mindestanforderungen“ steht auf dem Deckblatt. Damit unterstreicht der Normenausschuss seinen Anspruch, dass die neuen Anforderungswerte ein schalltechnisches Qualitätsniveau beschreiben – eines, das nicht zu unterschreiten ist.

Das bedeutet: Die Anforderungen definieren eine Qualitätsgrenze. Man darf auch keine Unterschreitungen privatrechtlich vereinbaren, beispielsweise durch einen Zusatzvertrag.

Umso wichtiger also, sich klar zu machen, wo die Norm greift: Sie gilt für Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude und auch für gemischt genutzte Gebäude. Und sie greift dort in aller Regel zum Schutz gegen Geräusche von außen oder durch technische Geräte. Ausgenommen ist hingegen der Schallschutz innerhalb des eigenen Wohn- und Arbeitsbereichs.

Die neue Norm soll Menschen in Aufenthaltsräumen gegen Außenlärm und Geräusche schützen. Dafür teilt sie die Geräuschquellen in drei Gruppen ein: Sie soll schützen vor Schallübertragung aus fremden Räumen (Luft- und Trittschallschutz), vor Außenlärm aus Verkehr und Gewerbebetrieben außerhalb des eigenen Gebäudes (Lärmschutz) sowie vor Geräuschen aus haustechnischen Anlagen.

In der Praxis bietet die Norm also Schutz vor allem Lärm von außen sowie gegen Geräusche aus Nachbarwohnungen und aus Gewerbebetrieben, die im selben Gebäude angesiedelt sind. Hinzu kommt der Schutz gegen Geräusche aus Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung: Dabei geht es um alle raumlufttechnischen Anlagen, beispielsweise fest installierte Heiz- oder Klimageräte im eigenen Wohn- und Arbeitsbereich, die nicht vom Nutzer beeinflusst werden können. Auch solche Anlagen müssen in schutzbedürftigen Räumen einen Mindestschalldruckpegel einhalten.
Die Anforderungen an den Schallschutz werden jeweils so festgeschrieben, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen wird. Nachtruhe, Freizeit und auch Arbeiten soll zufriedenstellend ermöglicht werden.







Was auch die neue Norm nicht leisten kann: dafür zu sorgen, dass Geräusche aus dem Gebäude überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden können. Ein solcher Schutz wäre im Geschosswohnungsbau nur bedingt technisch ausführbar und nur mit hohem finanziellem Aufwand realisierbar. Es bleibt also auch weiterhin dabei, dass Nachbarn gegenseitig Rücksicht nehmen und Lärm vermeiden sollten.

Als schutzbedürftig im Sinne des Schallschutzes gelten Aufenthaltsräume: speziell Wohn- und Schlafräume, aber auch Arbeitsräume, Wohndielen und Küchen. Eine spezielle Umsetzung legt die Norm nicht fest: Wer die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Schalldämmung beschreibt und anwendet, kann dafür alle derzeit gängigen Bauarten nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik nutzen, im Geschoss-Wohnbau ebenso wie für Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser.  









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