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MIT WDVS KÜNFTIG ERHEBLICHER MEHRAUFWAND FÜR BRANDSCHUTZ



Was passiert, wenn plötzlich ein Müllcontainer unten an der Hauswand brennt? Wenn die Hausmauern gedämmt waren mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), dann waren sie bislang gegen solche Brände nicht standardmäßig geschützt. Mehrere Brände hatten diesen Gefahrenherd deutlich gemacht. Schon 2013 und 2014 befasste sich die Bauministerkonferenz mit dem Thema. Sie gab eine Versuchsreihe in Auftrag, bei der es speziell um solche Brandherde außerhalb des Gebäudes gehen sollte. Ende 2014 lagen die Ergebnisse auf dem Tisch: Wer nach den geltenden Regeln WDVS mit Polystyrol verbaut, ist für solche Brände tatsächlich nicht gut vorbereitet. Die Ministerkonferenz entschied sich deswegen, neue Regelungen voranzubringen. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat dies im Lauf des Jahres 2015 umgesetzt. Zum 1. Januar 2016 sollen die Regeln greifen. Professionelle Brandriegel, die in die Dämmschicht integriert werden müssen, sind in mehreren Gebäudehöhen nun verbindlich vorgeschrieben.

Die neuen Regelungen für WDVS-Dämmungen:
1. Ein erster Brandriegel wird an der Unterkante des WDVS bzw. maximal 90 cm oberhalb der Geländeoberkante oder genutzten angrenzenden horizontalen Gebäudeteilen (z. B. Parkdächer) angebracht, d. h. oberhalb des Spritzwasserbereichs.

2. Ein zweiter Brandriegel ist in Höhe der Decke des 1. Geschosses über Geländeoberkante oder angrenzenden horizontalen Gebäudeteilen nach a) vorzusehen. Dieser darf zu dem darunter angeordneten Sockelriegel einen Achsabstand von nicht mehr als 3 m aufweisen. Kann das nicht eingehalten werden, müssen weitere Riegel auf dem EG angebracht werden.

3. Ein dritter Brandriegel in Höhe der Decke des 3. Geschosses über Geländeoberkante oder angrenzender horizontaler Gebäudeteile nach a), jedoch zu dem darunter angeordneten EG-Brandriegel mit einem Achsabstand von nicht mehr als 8 m. Bei größeren Abständen sind auch hier zusätzliche Brandriegel einzubauen.

4. Weitere Brandriegel sind gegebenenfalls vorzusehen an Übergängen der Außenwand zu horizontalen Flächen (z. B. Durchgängen, -fahrten, Arkaden), soweit diese in dem durch einen Brand von außen beanspruchten Bereich des 1. bis 3. Geschosses liegen.

5. Weiterhin ist ein Brandriegel („Abschlussriegel“) maximal 1,0 m unterhalb von angrenzenden brennbaren Bauprodukten (z. B. am oberen Abschluss des WDVS unterhalb eines Daches) in der Dämmebene des WDVS anzuordnen.

6. Oberhalb der ersten drei Stockwerke werden die bekannten Maßnahmen gegen Raumbrände (Sturzschutz über jeder Öffnung bzw. umlaufende Brandriegel) umgesetzt. Die unteren drei Brandriegel müssen aus nichtbrennbaren Mineralwolle-Lamellen bestehen und mindestens 200 mm hoch sein. Sie sind mit mineralischem Klebemörtel vollflächig auf mineralischen Untergrund zu kleben und zusätzlich zu dübeln. Die Dübel müssen für WDVS zugelassen sein und ein Spreizelement aus Stahl aufweisen.

Empfohlen wird, dass Hausbesitzer und Auftraggeber sich kompetente Partner suchen – für das qualifizierte Verbauen der WDVS mit allen vorgeschriebenen Brandriegeln, aber auch für die künftigen Inspektionen und Wartungen. Hier können langfristige Verträge die Kosten senken. Sparen sollte man an dem Punkt nicht: WDVS können nur dann volle Leistung beim Brandschutz und Feuchteschutz bringen, wenn sie intakt sind. Jede Beschädigung sollte schleunigst instandgesetzt werden.

Wer sich von Anfang an für die Wärmedämmfassade von Schlagmann Poroton entscheidet, hat diese Sorgen und Kosten nicht. Rein mineralische und somit quasi unbrennbare Dämmungen wie die POROTON®-WDF® sind von den neuen Regelungen nicht betroffen.









 








 
 
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