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DIE DENA SCHLÄGT ALARM


dena fordert Anreize für Sanierungen

Andreas Kuhlmann ist Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Kürzlich schlug er Alarm – denn die dena ist zu dem Schluss gekommen, dass die bisherigen Förderungen für Gebäudesanierungen nicht ausreichen und die Politik zügig zusätzliche Anreize schaffen muss. „Die bisherigen Maßnahmen für mehr energetische Sanierungen greifen zu kurz“, sagte Kuhlmann. „Wir brauchen bessere Anreize für Hausbesitzer, damit sie in eine energetische Sanierung investieren.“

Quote verdoppeln

Aus Sicht der dena sind Fördergelder das zentrale Instrument, um die Attraktivität von Investitionen zu steigern. „Hier liegt noch viel Potenzial“, so Kuhlmann. „Nötig sind eine Ausweitung der Förderinstrumente und bessere Konditionen.“ Der neue Gebäudereport belegt, dass Gebäudesanierungen in Deutschland längst nicht so gut vorankommen wie erhofft. Eine Verdopplung der Quote von einem auf zwei Prozent wäre politisch zwar gewünscht, doch in der Praxis stagniert die Quote nach wie vor bei etwa einem Prozent.

Kuhlmanns Aussagen fußen auf dem neu vorgelegten Gebäudereport 2016. Mit dieser jährlichen Publikation zieht die Deutsche Energie-Agentur dena regelmäßig Bilanz. Das 200-Seiten-Werk bündelt, was im Vorjahr an wichtigen Statistiken und Analysen zur Gebäudeenergieeffizienz in Deutschland erschienen ist. So fließen beispielsweise die Ende des Jahres veröffentlichten BMWi-Energiedaten ein, ebenso auch die KfW-Förderstatistik plus Daten des Statistischen Bundesamts. Ergänzt werden diese Daten durch eigene Berechnungen der dena und eine praxisnahe Aufbereitung der Daten.

Sanieren lohnt sich – doch der Handlungsdruck steigt rapide

Die dena hat im Gebäudereport auch festgehalten, wie sehr sich das energetische Sanieren lohnt: So sind Altbauten, die vor 1979 und damit vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut wurden, für zwei Drittel des Wärmeverbrauchs der Wohngebäude verantwortlich. Wenn Wohnhäuser vollständig saniert werden, können sie aber Verbrauchswerte erreichen, die nahezu auf dem Niveau von Neubauten liegen. Umso schlimmer ist es laut dena, dass längst nicht so viele Altbauten saniert werden, wie es sinnvoll und politisch eigentlich auch gewünscht wäre. „Unsere Zahlen zeigen: Eine Beschleunigung ist bei der Energieeffizienz im Wärmesektor nicht erkennbar“, bilanzierte Kuhlmann. Umso fraglicher, ob die Ziele noch erreicht werden können: „Der Handlungsdruck steigt rapide an. Wir müssen immer mehr in immer kürzerer Zeit erreichen.“

Parallel sinkt der Wärmebedarf nicht so, wie er sollte. Zwischenziel ist es eigentlich, den Wärmebedarf der Gebäude bis 2020 um 20 Prozent zu drosseln– doch dies werde mit dem jetzigen Kurs um etwa zwei Jahre verfehlt, so die dena. Klimabereinigt konnte der Wärmebedarf von 2008 bis 2015 um 9,7 Prozent reduziert werden; auch der nicht-klimabereinigte Wert liegt nur bei 11,1 Prozent.

 








 
 
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